
Das Wichtigste in Kürze :
- Du brauchst nur Natron und Zitronensäure, um deine Spülmaschine gründlich zu reinigen – teure Spezialreiniger sind unnötig.
- Natron löst Fett und Gerüche, Zitronensäure entfernt Kalk, aber setze beide getrennt ein: Säure ins Fach, Natron auf den Boden.
- Starte dazu ein Programm mit mindestens 65 Grad, denn ein Eco- oder Kurzprogramm ist zu kalt für die Entkalkung.
- Zusätzlich putzt du Sieb, Sprüharme und Dichtungen einmal pro Woche von Hand.
- Ein heißer Reinigungslauf pro Monat reicht, dann bleibt alles frisch und das Geschirr glänzt wieder.
Spülmaschine mit Hausmitteln reinigen: So bleibt sie hygienisch frisch
Die Spülmaschine reinigt das Geschirr – aber wer reinigt eigentlich die Spülmaschine? Mit der Zeit sammeln sich Fettreste, Kalk und Speisereste im Innenraum, im Sieb und an den Dichtungen. Die Folge: unangenehme Gerüche, trübe Gläser und im schlimmsten Fall ein schlechteres Spülergebnis. Die gute Nachricht: Für eine gründliche Reinigung brauchst du keine Spezialprodukte. Zwei Hausmittel reichen aus – Natron und Zitronensäure. Beide sind günstig, leicht erhältlich und wirken zuverlässig gegen Fett und Kalk. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deinen Geschirrspüler mit Hausmitteln selbst reinigst, welches Programm sich eignet und worauf du bei Gummidichtungen achten solltest.
Warum sich die Reinigung mit Natron und Zitronensäure lohnt
Natron und Zitronensäure decken die zwei häufigsten Probleme im Geschirrspüler ab: Fett und Kalk. Natron wirkt leicht alkalisch, löst Fett- und Speisereste und bindet Gerüche. Zitronensäure ist eine milde Säure, die Kalkablagerungen aufhebt – genau das, was bei hartem Wasser für trübe Gläser und verkalkte Heizstäbe sorgt. Zusammen ergänzen sich die beiden Hausmittel ideal.
Ein typisches Alltagsbeispiel: Nach einigen Wochen mit kalkhaltigem Wasser werden Gläser milchig und die Maschine riecht muffig, obwohl regelmäßig gespült wird. Die Ursache liegt selten am Reiniger, sondern an Ablagerungen im Inneren. Wer hier mit Natron und Zitronensäure gegensteuert, behebt das Problem an der Wurzel – ohne aggressive Chemie.
Wichtig zu wissen: Hausmittel ersetzen keine mechanische Reinigung. Sieb, Sprüharme und Dichtungen müssen zusätzlich von Hand gesäubert werden, sonst bleibt der Erfolg aus.
Schritt für Schritt: Spülmaschine mit Hausmitteln reinigen
Für eine gründliche Reinigung gehst du am besten in dieser Reihenfolge vor. Nimm dir rund 20 Minuten Zeit – der Rest erledigt die Maschine selbst.
- Sieb ausbauen und reinigen: Dreh das Sieb am Boden heraus und spüle es unter fließendem Wasser mit etwas Spülmittel und einer Bürste ab. Prüf auch den Pumpenbereich darunter auf Fremdkörper wie Glassplitter oder Etikettenreste.
- Sprüharme abnehmen und durchspülen: Nimm den oberen und unteren Sprüharm ab, spüle sie unter Wasser ab und stich verstopfte Düsen bei Bedarf mit einem Zahnstocher frei. So erreicht das Wasser wieder alle Stellen.
- Dichtungen und Türrand abwischen: Wisch die Ränder, Scharniere und die Gummidichtung der Tür mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel ab. Spare scharfen Essig an Gummiteilen aus – er kann das Material porös machen.
- Innenraum entkalken und erfrischen: Gib 3 Esslöffel Zitronensäure ins Pulverfach und verteile 4 Esslöffel Natron auf dem Boden der Maschine. Starte ein heißes Programm ohne Geschirr.
Ein praktischer Hinweis aus der Alltagserfahrung: Verteile das Natron nicht in den Besteckkorb, sondern direkt auf dem Boden – dort wirkt es am stärksten gegen Gerüche und Fettreste. Die Zitronensäure im Fach sorgt während des Spülgangs für die Entkalkung.
Welches Programm zum Reinigen der Spülmaschine?
Für die Reinigung eignet sich ein Programm mit möglichst heißem Wasser – ideal sind 65 bis 70 Grad. Viele Maschinen haben ein spezielles Intensiv- oder Hygiene-Programm. Fehlt das, tut es auch das normale Programm mit der höchsten Temperaturstufe. Ein Kurz- oder Eco-Programm ist ungeeignet, weil die Temperatur für die Entkalkung nicht ausreicht.
Ein Beispiel: Wer den Reinigungslauf im 50-Grad-Eco-Programm startet, wundert sich, dass die Gläser weiter trüb bleiben. Erst mit einem heißen Programm entfaltet die Zitronensäure ihre Wirkung. Nach dem Lauf die Tür kurz offen lassen, damit die Restfeuchte entweichen kann – das beugt Geruchsbildung vor.
Vergleich: Welches Hausmittel wirkt wogegen?
| Hausmittel | Wirkt gegen | Anwendung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Natron | Fett, Gerüche, leichte Verschmutzung | 4 EL auf dem Maschinenboden | Nicht mit Essig mischen |
| Zitronensäure | Kalk, Wasserflecken, trübe Gläser | 3 EL im Pulverfach | Heißes Programm nötig |
| Essig | Kalk (begrenzt), leichte Fette | Verdünnt, nur Innenraum | An Gummi möglichst meiden |
Wie oft sollte die Spülmaschine gereinigt werden?
Als Faustregel gilt: einmal im Monat ein Reinigungslauf mit Hausmitteln, bei hartem Wasser oder täglicher Nutzung eher alle zwei bis drei Wochen. Sieb und Dichtungen solltest du öfter prüfen – ein Blick pro Woche reicht meist aus. Ein klarer Indikator für Handlungsbedarf: muffiger Geruch beim Öffnen der Tür oder ein milchiger Film auf Gläsern.
Ein nachvollziehbares Alltagsbeispiel: In einem Haushalt mit vier Personen läuft die Maschine täglich. Nach etwa drei Wochen bildet sich am Türgummi ein dunkler Film aus Fett und Feuchtigkeit. Wird dieser Bereich regelmäßig abgewischt, bleibt die Maschine dauerhaft frisch – ganz ohne Spezialreiniger.
Häufige Fragen zur Reinigung der Spülmaschine
Wie reinige ich die Spülmaschine mit Hausmitteln?
Baue zuerst Sieb und Sprüharme aus und reinige sie von Hand. Wisch Dichtungen und Türrand ab. Gib dann 3 Esslöffel Zitronensäure ins Pulverfach und 4 Esslöffel Natron auf den Maschinenboden. Starte ein heißes Programm ohne Geschirr. Nach dem Lauf die Tür kurz öffnen und trocknen lassen.
Kann ich meine Spülmaschine mit Zitronensäure und Natron reinigen?
Ja, die Kombination ist sinnvoll. Zitronensäure entkalkt, Natron löst Fett und bindet Gerüche. Wichtig: Beide Hausmittel nicht direkt miteinander vermischen, sondern getrennt einsetzen – die Säure im Fach, das Natron auf dem Boden. So wirken beide dort, wo sie gebraucht werden.
Welches Programm zum Reinigen der Spülmaschine?
Nutze ein Programm mit mindestens 65 Grad, etwa das Intensiv- oder Hygiene-Programm. Ein Kurz- oder Eco-Programm ist zu kalt, damit die Zitronensäure den Kalk löst. Ohne heißes Wasser bleibt die Entkalkung wirkungslos.
Wie kann ich meinen Geschirrspüler selbst reinigen?
Regelmäßige Handarbeit plus ein monatlicher Reinigungslauf mit Hausmitteln genügen. Prüfe wöchentlich Sieb und Dichtungen, wische den Türrand ab und starte alle vier Wochen den heißen Reinigungslauf. So bleibt die Maschine hygienisch und das Geschirr glänzt wieder.
Fazit: Mit zwei Hausmitteln zur sauberen Spülmaschine
Eine Spülmaschine lässt sich mit Natron und Zitronensäure zuverlässig selbst reinigen – vorausgesetzt, du reinigst Sieb, Sprüharme und Dichtungen zusätzlich von Hand und nutzt ein heißes Programm. Der Aufwand ist gering, der Effekt deutlich: frische Gerüche, klare Gläser und ein besseres Spülergebnis. Wer diese Routine einmal im Monat einhält, spart sich teure Spezialreiniger und aggressive Chemie. Für alle, die tiefer einsteigen möchten – etwa zur richtigen Dosierung, zur Pflege der Gummidichtungen oder zur Vorbeugung von Kalk – lohnt sich ein Blick in den ausführlichen Ratgeber zur Reinigung der Spülmaschine mit Essig und Natron.




