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Dieser Artikel ist ein informativer Ratgeber. Die Hinweise dienen nur zur Orientierung und ersetzen keine professionelle Beratung.

Lowboard: Auswahl nach Größe, Stil und Stauraum

Lowboard: Auswahl nach Größe, Stil und Stauraum

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Das Wichtigste in Kürze :

  • Nimm zuerst Maß, bevor du dich in ein Design verliebst.
  • Das Lowboard sollte mindestens so breit sein wie dein Fernseher, besser 20 bis 30 Zentimeter breiter.
  • Dann passt du den Stil an deine bestehende Einrichtung an.
  • Und erst zum Schluss planst du den Stauraum nach deinem echten Bedarf.
  • Wer diese Reihenfolge einhält, findet ein Lowboard, das jahrelang passt.

Ein Lowboard ist mehr als nur ein Möbelstück unter dem Fernseher. Es ist der Ankerpunkt des Wohnzimmers, sorgt für Ordnung und prägt den Charakter des Raums. Doch die Auswahl fällt schwer: Zu groß wirkt es erdrückend, zu klein fehlt der Stauraum, und der falsche Stil lässt das ganze Zimmer unruhig erscheinen. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Schritt für Schritt das passende Lowboard findest – unabhängig davon, ob du ein modernes, ein klassisches oder ein skandinavisches Wohnzimmer einrichten möchtest.

Die drei entscheidenden Kriterien sind Größe, Stil und Stauraum. Wer diese Punkte in der richtigen Reihenfolge klärt, trifft eine Wahl, die jahrelang Freude bereitet.

Die richtige Größe: Maß nehmen vor dem Kauf

Bevor du dich von schönen Oberflächen blenden lässt, nimm Maß. Die Größe des Lowboards richtet sich nach drei Faktoren: der Wandbreite, der Bildschirmdiagonale und dem gewünschten Freiraum. Als Faustregel gilt: Das Lowboard sollte mindestens so breit sein wie der Fernseher, besser noch 20 bis 30 Zentimeter breiter. Ein 55-Zoll-Fernseher misst in der Breite etwa 122 Zentimeter – ein Lowboard mit 140 bis 160 Zentimetern Breite wirkt hier harmonisch.

Ein Beispiel aus der Praxis: In einem Wohnzimmer mit einer 3 Meter breiten Wand wirkt ein 180 Zentimeter breites Lowboard oft wuchtig, während ein 140 Zentimeter breites Modell mit etwas Wandabstand rechts und links luftiger wirkt. Wer eine schmale Wand von 2 Metern hat, sollte zu einem Modell mit 100 bis 120 Zentimetern greifen. Ein zu breites Möbelstück lässt den Raum kleiner erscheinen – ein häufiger Fehler bei der Wohnzimmergestaltung.

Achte auch auf die Höhe. Ein Lowboard liegt idealerweise zwischen 30 und 50 Zentimetern. Bei einer Sitzhöhe der Couch von etwa 45 Zentimetern sollte die Oberkante des Lowboards nicht höher sein, damit der Blick auf den Bildschirm angenehm bleibt. Bei höheren Modellen leidet die Ergonomie – der Nacken verspannt sich schneller.

RaumbreiteEmpfohlene Lowboard-BreitePassende TV-Größe (Diagonale)
2,0 m100–120 cmbis 43 Zoll
2,5 m120–150 cm43–55 Zoll
3,0 m140–170 cm50–60 Zoll
3,5 m und mehr160–200 cm55–65 Zoll

Stil und Material: Das Lowboard als Spiegel des Wohnraums

Der Stil des Lowboards sollte sich am restlichen Wohnzimmer orientieren, nicht umgekehrt. Ein modernes, minimalistisches Wohnzimmer mit klaren Linien verlangt nach einem Lowboard mit reduzierter Formensprache – etwa mit grifflosen Fronten und geraden Kanten. In einem klassischen Ambiente mit Holzmöbeln und warmen Farben wirken Modelle mit sichtbaren Fugen, gedrechselten Füßen oder Rahmenoptik stimmiger.

Ein konkretes Beispiel: In einem skandinavisch eingerichteten Wohnzimmer mit hellen Eiche-Dielen und weißen Wänden fügt sich ein Lowboard mit heller Holzoberfläche und konischen Beinen fast unsichtbar ein. Ein dunkles, Hochglanz-Modell würde hier wie ein Fremdkörper wirken. Umgekehrt kann ein dunkles Lowboard in einem kontrastreichen Raum mit grauen Wänden und schwarzen Akzenten ein bewusstes Statement setzen.

Wichtig ist auch die Materialkombination. Massivholz ist robust und altert mit Charakter, während furnierte oder lackierte Oberflächen pflegeleichter sind. Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte auf kratzfeste Oberflächen und abgerundete Kanten achten. Ein Beispiel: Ein Lowboard mit geölter Eiche-Oberfläche verzeiht kleine Kratzer besser als ein Hochglanz-Modell, bei dem jeder Fingerabdruck sichtbar wird.

Die Wahl der Füße oder Sockel beeinflusst ebenfalls den Stil. Schwebende Modelle mit versteckter Wandmontage wirken leicht und modern, während Modelle mit sichtbaren Füßen mehr Präsenz zeigen. In kleinen Räumen sind schwebende Lowboards oft die bessere Wahl, da sie den Boden optisch freihalten und den Raum größer erscheinen lassen.

Stauraum planen: Offen, geschlossen oder beides?

Stauraum ist der funktionale Kern eines Lowboards. Überlege vor dem Kauf, was du tatsächlich unterbringen möchtest: Spielkonsolen, Streaming-Geräte, DVDs, Zeitschriften, Decken oder einfach nur den Fernseher. Die Antwort bestimmt, ob du offene Fächer, geschlossene Türen oder Schubladen benötigst.

Offene Fächer eignen sich für Geräte, die Luftzirkulation brauchen – etwa Receiver oder Spielkonsolen. Sie strahlen Wärme ab, die in geschlossenen Schränken zu Hitzestau führen kann. Ein Beispiel: Eine Spielkonsole in einem geschlossenen Fach ohne Lüftungsschlitze kann bei längerem Betrieb überhitzen und die Leistung drosseln. Achte deshalb auf rückseitige Kabeldurchführungen und belüftete Rückwände.

Geschlossene Türen und Schubladen sind ideal für alles, was nicht sichtbar sein soll: Kabel, Fernbedienungen, Zeitschriften oder Gesellschaftsspiele. Ein praktisches Beispiel: Ein Lowboard mit zwei Schubladen und zwei offenen Fächern bietet die beste Mischung – sichtbare Geräte bleiben zugänglich, während unschöne Kabel und Utensilien verschwinden.

Die Tiefe des Lowboards spielt ebenfalls eine Rolle. Geräte wie AV-Receiver benötigen oft 35 bis 40 Zentimeter Tiefe, damit die Kabel nicht geknickt werden. Ein zu flaches Lowboard mit 30 Zentimetern Tiefe zwingt dich, Geräte seitlich herausschauen zu lassen – das sieht unordentlich aus und kann die Kabel beschädigen. Miss deshalb die Tiefe deiner größten Geräte vor dem Kauf.

FAQ: Häufige Fragen zum Lowboard

Wie hoch sollte ein Lowboard für einen 55-Zoll-Fernseher sein?

Die Oberkante des Lowboards sollte bei einer Sitzhöhe von etwa 45 Zentimetern nicht höher als 50 Zentimeter liegen. Bei einem 55-Zoll-Fernseher (Bildschirmhöhe ca. 70 Zentimeter) ergibt sich eine optimale Bildmitte auf Augenhöhe, wenn das Lowboard zwischen 35 und 45 Zentimetern hoch ist. So vermeidest du Nackenschmerzen bei langem Fernsehen.

Kann ein Lowboard auch als Raumteiler genutzt werden?

Ja, ein Lowboard mit einer Höhe von 40 bis 50 Zentimetern eignet sich gut als niedriger Raumteiler zwischen Wohn- und Essbereich. Achte darauf, dass die Rückseite des Lowboards ebenfalls ansprechend gestaltet ist, da sie sichtbar bleibt. Modelle mit geschlossener Rückwand und gleicher Oberfläche auf beiden Seiten sind hier die beste Wahl.

Welche Pflege braucht ein Lowboard aus Holz?

Geölte oder gewachste Holzoberflächen sollten alle sechs bis zwölf Monate mit einem passenden Pflegeöl nachbehandelt werden. Lackierte oder furnierte Oberflächen reinigst du mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Vermeide aggressive Reiniger und scheuernde Schwämme, da sie die Oberfläche dauerhaft beschädigen können.

Fazit: So findest du dein passendes Lowboard

Die Auswahl des richtigen Lowboards gelingt, wenn du in dieser Reihenfolge vorgehst: erst die Größe anhand von Wandbreite und TV-Diagonale bestimmen, dann den Stil an die bestehende Einrichtung anpassen und schließlich den Stauraum nach deinen tatsächlichen Bedürfnissen planen. Ein Lowboard, das diese drei Kriterien erfüllt, fügt sich harmonisch ein und bleibt funktional.

Für eine noch detailliertere Übersicht über Materialien, Fußvarianten und Montagearten lohnt sich ein Blick in den umfassenden Ratgeber zum Thema Lowboard auf WiseHomeGuides. Dort findest du weiterführende Informationen, die über diesen Artikel hinausgehen.




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Rémy Bully
Verfasst von Rémy Bully
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